Alles, was regulatorisch geschützt, vertraulich oder geschäftskritisch ist. Dazu gehören drei Kategorien.
Regulierte Daten. Banken dürfen Kundendaten, Risikoanalysen und Handelsstrategien nach FINMA-Vorgaben nicht aus der Hand geben. Anwaltskanzleien unterliegen dem Berufsgeheimnis, das absolute Vertraulichkeit für Mandate, Verträge und Kommunikation verlangt. In der Medizin schützen DSG, DSGVO und das Berufsgeheimnis Patientendaten, Diagnosen und Behandlungspläne. In all diesen Fällen erfüllen Cloud-Lösungen die Anforderungen oft nicht, On-Premise ist häufig die einzige rechtlich sichere Option.
Sensible Geschäftsdaten. Geschäftsgeheimnisse, proprietäre Algorithmen, M&A-Unterlagen, Strategiepapiere und Finanzprognosen gehören nicht auf fremde Server. Wer solche Daten in die Cloud gibt, verliert die Kontrolle darüber, wer sie sieht und wo sie landen.
Daten unter Schweizer Datensouveränität. Manche Daten müssen schlicht in der Schweiz bleiben. Cloud-Anbieter speichern und verarbeiten aber oft im Ausland, mit entsprechenden Konflikten zu Schweizer Recht.
Warum die Cloud hier ein Risiko ist
KI-Modelle können nur unverschlüsselte Daten verarbeiten. Während der Verarbeitung liegen Ihre Inhalte also offen beim Cloud-Anbieter, egal wie gut die Übertragung verschlüsselt ist. Damit sind Zugriffe durch den Anbieter selbst und durch ausländische Behörden möglich (Stichwort US Cloud Act), und Sie haben keine vollständige Kontrolle mehr darüber, was mit den Daten geschieht.
On-Premise als Lösung
Bei On-Premise-KI verlassen die Daten Ihr Haus nicht: keine Weitergabe an Dritte, volle Kontrolle über Zugriff, Backup und Löschung, Compliance mit Schweizer Recht. Für höchste Sicherheitsstufen sind sogar Air-Gapped-Systeme möglich, also vollständig vom Internet isolierte Umgebungen. Das kann eine Cloud prinzipbedingt nicht bieten.
Nächste Schritte
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Quellen und weiterführende Informationen:
- Ist On-Premise-KI für KMU sinnvoll? (Compliance und Datenschutz)